Zahnarztpraxis Dietrich-Matthias Braun
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Mundakupunktur nach Gleditsch

Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen wurden schon in den 60er Jahren von den Zahnärzten Voll und Kramer nachgewiesen. Sie stellten ein Zahn-Organ-Schema - die Odontontabelle - auf und begründeten die Elektroakupunktur (EAV) als Methode zum Auffinden von Störfeldern, die von einzelnen Zähnen oder Füllungsmaterialien ausgehen. Danach spiegeln sich z.B. Störungen im Bereich der Schneidezähne in Niere oder Blase wider, Eckzähne stehen im Zusammenhang mit Leber und Gallenblase. Lunge und Dickdarm werden den vorderen Backenzähnen zugeordnet, Magen und Milz den hinteren.

Zu Beginn der 70er Jahre beobachtete der Zahnarzt und HNO-Arzt Jochen Gleditsch bei der Störfeldsuche, dass sich durch Injektionen von Lokalanästhetika in die Mundschleimhaut Beschwerden in anderen Bereichen besserten. Er konnte dann Schmerz- oder Druckempfindlichkeiten in bestimmten Arealen von Mundschleimhaut und Wangen mit Organerkrankungen in Verbindung bringen. Wie bei der Ohrakupunktur bildet das Mikro-Akupunktur-System (MAPS) in der Mundhöhle den gesamten Organismus ab. Daraus entwickelte er die Mundakupunktur.

Fernwirkungen bei Inkjektionen in der Mundhöhle

Im Mund werden keine Nadeln gestochen, sondern Schleimhautpunkte durch Injektion von lokalen Betäubungsmitteln oder Kochsalzlösungen stimuliert. Das Auffinden der Punkte für die Mundakupunktur geschieht über ein leichtes Abtasten der Schleimhaut. Eine empfindliche Reaktion signalisiert dem Arzt, an welcher Stelle die Injektion erfolgen sollte. Eine besondere Rolle spielt der Bereich hinter den Weisheitszähnen, das Retromolargebiet, in dem sehr viele Punkte auf engstem Raum vielfältige Therapiemöglichkeiten zulassen.

Die Mundakupunktur hat sich bei zahlreichen Beschwerden als wirksame Therapie bewährt, was inzwischen auch durch Studien belegt ist. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zu schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten dar und kann auch mit anderen Akupunktur-Verfahren kombiniert werden.

Anwendungsbeispiele sind: 

  • akute, chronische oder allergische Sinusitis, Rhinitis, Bronchitis
  • Infektanfälligkeit
  • Störungen des Magen-Darm und Urogenitaltraktes
  • Störungen am Bewegungsapparat, z.B. im Hals- und Nackenbereich
  • Migräne, Schwindel, Hörsturz, Tinnitus
  • Myofasziales Schmerzsyndrom, Spannungskopfschmerz
  • atypischer Gesichtsschmerz, Trigeminusneuralgie, Gelenkbeschwerden der oberen und unteren Extremität
  • Störungen des Kiefergelenks
  • Stabilisierung bei chronischer Parodontitis

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